Reifendruck: Ein wichtiger Punkt bei der Fahrzeugpflege, der oft übersehen wird. Dabei hat er einen großen Einfluss auf Sicherheit, Fahrverhalten und Kraftstoffeffizienz. Wenn der Reifendruck nicht stimmt, kann das zu einer ganzen Reihe von Problemen führen, wie zum Beispiel:
- Erhöhter Verschleiß der Reifen
- Ein unruhiges Fahrverhalten und schlechtere Handhabung
- Ein längerer Bremsweg
- Ein höherer Kraftstoffverbrauch
- Ein höheres Risiko für Reifenpannen
In diesem Ratgeber erfahren Sie alles, was Sie über den Reifendruck wissen müssen – wie Sie ihn überprüfen, welche Werte optimal sind und warum es so wichtig ist, den Reifendruck regelmäßig zu kontrollieren.
Wo finde ich die Angaben zum richtigen Reifendruck?
Die Angaben zum empfohlenen Reifendruck für Ihr Fahrzeug finden Sie an verschiedenen Stellen, wie zum Beispiel:
- Im Fahrzeughandbuch: Das ist die zuverlässigste Quelle und sollte immer Ihr erster Anlaufpunkt sein.
- Auf dem Tankdeckel: Viele Fahrzeuge haben den empfohlenen Reifendruck auf der Innenseite des Tankdeckels vermerkt.
- An der Türsäule: Oftmals befindet sich auf der B-Säule der Fahrertür ein Aufkleber mit den Reifendruckangaben.
- In Online-Reifendrucktabellen: Viele Reifenhersteller und Online-Händler bieten Reifendrucktabellen an, in denen Sie die Werte für Ihr Fahrzeugmodell finden können.
Wichtig: Die empfohlenen Reifendruckwerte beziehen sich in der Regel auf kalte Reifen. Das bedeutet, Sie sollten den Reifendruck vor der Fahrt messen, wenn die Reifen noch nicht durch das Fahren erwärmt sind.
Welcher Reifendruck ist der richtige?
Der optimale Reifendruck ist je nach Fahrzeugmodell, Reifengröße und Beladungszustand unterschiedlich. In der Regel liegt er zwischen 2,0 und 3,0 bar. Die genauen Angaben finden Sie an den oben genannten Stellen.
Oftmals werden unterschiedliche Reifendruckwerte für die Vorder- und Hinterachse angegeben. Das liegt daran, dass das Gewicht im Fahrzeug ungleichmäßig verteilt ist.

Was passiert bei zu niedrigem Reifendruck?
Ein zu niedriger Reifendruck hat unter anderem folgende Auswirkungen:
- Ungleichmäßiger Reifenverschleiß: Die Reifenflanken verschleißen stärker.
- Schlechtere Handhabung: Das Fahrzeug reagiert träge auf Lenkeingaben und neigt zum Untersteuern.
- Längerer Bremsweg: Speziell in Kurven neigt das Fahrzeug zum Ausbrechen.
- Höherer Rollwiderstand: Das führt zu einem erhöhten Kraftstoffverbrauch.
- Erhöhtes Risiko von Reifenpannen: Durch die starke Walkarbeit des Reifens entsteht Hitze, die ihn beschädigen kann.
Was passiert bei zu hohem Reifendruck?
Auch ein zu hoher Reifendruck ist nicht unproblematisch:
- Unkomfortables Fahrverhalten: Das Fahrzeug wird „härter“, da Unebenheiten stärker an die Insassen weitergegeben werden.
- Reduzierte Auflagefläche: Nur der mittlere Teil des Reifenprofils hat Kontakt zur Straße, was zu schlechterer Haftung führt.
- Ungleichmäßiger Reifenverschleiß: Die Reifenmitte verschleißt stärker.
- Höherer Verschleiß von Fahrwerkskomponenten:
Wie prüfe ich den Reifendruck?
Sie sollten den Reifendruck regelmäßig überprüfen, um sicherzustellen, dass er im richtigen Bereich liegt. Hier erfahren Sie, wie Sie den Reifendruck richtig messen.